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Wie funktioniert das Papierrecycling eigentlich?

 

In unseren News schreiben wir regelmäßig über das Recycling von Altpapier, denn gerade dieser Prozess erspart der Umwelt viele Belastungen, die sonst mit der Herstellung von neuem Papier einhergehen. Das Recyclingpapier ist längst aus den Kinderschuhen entwachsen. Man kann heute ein qualitativ so hochwertiges Papier erzeugen, dass die Unterschiede nur noch Fachleuten auffallen. Drucker- Kopierpapier, Schulhefte, Glückwunschkarten und natürlich auch Zeitschriften werden aus recyceltem Papier hergestellt. Immer wieder möchten wir unsere Leser daran erinnern, dass sie beim Einkauf auf den Blauen Engel achten, denn der bezeugt die Nachhaltigkeit und höhere Umweltverträglichkeit des Papiers.

Nach der Sammlung des Altpapiers wird dieses erstmal sortiert. Aus Kartons werden wieder Kartons entstehen und Papier, das recht dunkel ist, kommt auch in diese Sparte. Im nächsten Schritt muss das Altpapier ordentlich gesiebt werden. Büroklammern und Plastikklammern werden meist mit in die blaue Tonne entsorgt und müssen vor der Weiterverarbeitung entfernt werden. Dann wird das Papier zu kleinen Schnitzeln verarbeitet, die anschließend kräftig gebadet werden.

Denn die Druckerschwärze und alle weiteren Farbstoffe müssen aus dem Papier sozusagen herausgewaschen werden. Zu diesem Deinking genannten Vorgang werden z.B. Natronlauge und waschmittelähnliche Substanzen verwendet. Die Farbe sammelt sich oben im Schaum und wird herausgefiltert. Wenn man hochweißes Papier erhalten will, kann jetzt eine Aufhellung mit Sauerstoff erfolgen.

Aus den bedruckten Papierabfällen ist jetzt ein heller Brei entstanden. Im nächsten Arbeitsschritt übernehmen große Walzmaschinen die Glättung und Verbindung der Papierschnitzel zu neuen langen Papierbahnen, die anschließend getrocknet werden. Damit sich die winzigen Papierschnitzel jedoch wieder miteinander verbinden, müssen ihre Fasern lang genug sein.

Ansonsten kann keine enge Verknüpfung stattfinden und das Papier würde zerfallen. Je nach Lage werden also neue lange Zellstofffasern hinzugefügt oder aber das untaugliche Altpapier muss ausgemustert werden. Der Prozess als ganzer ist so perfektioniert worden, dass von den etwa 25 Millionen Tonnen Papierprodukten jedes Jahr rund 20 Millionen Tonnen aus Recyclingpapier bestehen.