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Staatliche Preise für umweltfreundliche Kommunen

Die Verwendung von Recyclingpapier ist für Bürger, Unternehmen und Kommunen eine sinnvolle Angelegenheit. Schließlich werden durch den sparsamen Einsatz des frischen Papiers viele Ressourcen geschont.

Das ist vor allem auch in Zeiten des Klimawandels eine wichtige Maßnahme. Frischer Zellstoff, Strom und Wasser werden mit dem Einsatz des wiederverwerteten Altpapiers gespart und zwar mindestens jeweils ein Drittel. Längst gibt es daher auch viele Initiativen, die in den Betrieben und Kommunen für eine verstärkte Nutzung solcher Kennzeichnungen wie den blauen Engel und ähnlichen Symbolen werben. Eine dieser Initiativen ist die “Initiative Pro Recycling”. Die IPR gibt jedes Jahr einen Papieratlas heraus, auf dem sich genau ablesen lässt, wie in den Kommunen mit der Wiederverwertung und dem Papierverbrauch umgegangen wird.

Der Sieger des Jahres 2019 heißt Oldenburg. Diese Stadt in Niedersachsen hat es doch tatsächlich auf eine Quote von 100% gebracht. Das heißt, dass alle Strafzettel, Urkunden, Benachrichtigungen und selbst die Zeugnisse auf umweltgerechten Papiererzeugnissen gedruckt worden sind. Diese Quote schaffen auch andere Städte, aber eine muss ja schließlich jedes Jahr der Sieger sein. Als ein Beispiel anderer Art lässt sich da Essen nennen. Diese Großstadt hat auch 100% Recyclingpapier eingesetzt. Gleichzeitig muss man aber feststellen, dass in Essen der absolute Papierverbrauch gewaltig angestiegen ist. Trotz aller Digitalisierung hat die Verwaltung der Stadt es in den letzten fünf Jahren von 26 Millionen Blatt Papier auf nunmehr 31 Millionen gebracht. Das sind 18% Steigerung in einer Zeit, in der alle Welt den Papierverbrauch im Ganzen senken will. Hat da jemand den Umweltschutzgedanken vielleicht ganz anders interpretiert als eigentlich geplant?