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Die Preise beim Altpapier fallen

Als Normalverbraucher fragt man sich sicher manchmal, wie eigentlich mit dem Altpapier Geld verdient wird. Vieles haben Sie in unseren News schon erfahren über die Menge an recyceltem Altpapier und über die Statistiken beim Rekordhalter Deutschland. Wie verhält es sich denn mit den Preisen, die auf dem Markt bezahlt werden? In Deutschland mit seiner hochentwickelten Recyclingindustrie ist das Altpapier längst zu einem Rohstoff geworden.

Allerdings müssen hier genaue Unterscheidungen getroffen werden. Altpapier ist nicht gleich Altpapier. So wird Wellpappe meist als Verpackungsmaterial im Versandverkehr zwischen Firmen und Unternehmen verwendet. Damit gerät es fast unvermischt in die Wiederverwertung und kann fast 1:1 recycelt werden. Anders ist es mit der Altpapiersammlung. Hier stehen immer erst arbeitsaufwendige Trennungs- und Sortierprozesse an. Außerdem beinhaltet das gemischte Altpapier viele Papiere, die nur mit einem stark erhöhten Aufwand recycelt werden können. Man denke nur an die Druckfarben, die aus vielen Papieren auf chemische Weise entfernt werden müssen, bevor das Papier weiterverarbeitet werden kann. So unterscheidet man auf dem Markt zwischen unteren, mittleren und höherwertigen Altpapieren, die jeweils unterschiedliche Preise erzielen. Derzeit geben die Preise nach. Das liegt hauptsächlich daran, dass sich der bisher größte Abnehmer für Altpapier entschlossen hat, seine Abnahmemengen zu begrenzen. China will mit dem Beschluss einen starken Anreiz liefern, den nationalen Wiederverwertungskreislauf für Altpapier in Gang zu setzen.

China hatte in den letzten Jahren mit einem großen Bedarf an Altpapier die Preise nach oben gedrückt. Seitdem hier aber eine Mengenbegrenzung auf 10 Millionen Tonnen pro Jahr beschlossen worden ist, drängen die Anbieter wieder verstärkt auf den europäischen Markt. Infolgedessen sinken die Preise bei den Massensorten um etwa 5 Euro je Tonne. Das entspricht bei einem Durchschnittspreis von 100 Euro je Tonne etwa 5% Preisverfall.